Freie Schule im Burgenlandkreis Jan Hus Schulstraße 1 | D-06618 Naumburg
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9. Klassen drehen Werbetrailer für Stadtbibliothek

Richten die Kamera ein: Erik Zenner, Techniklehrer Ronald Schulz und Ricardo Mai (v.l.).

Hannah Kötschau, Greta Apostel, Anne Mieth und Emilie Selbmann (von links) beim Besprechen des Storyboards.

Erschienen am 13.03.2020, Bilder: Löffler, Naumburger Tageblatt

Klappe und Action!

VON CONSTANZE MATTHES

NAUMBURG „Die Ausleuchtung ist ganz wichtig.“ Ronald Schulz, Techniklehrer der Freien Schule im Burgenland „Jan Hus“, gibt seinen Schülern Hinweise. Er geht von Gruppe zu Gruppe. Die einen haben ein Tablet in der Hand, die anderen eine Videokamera. Da ist von Zoom, von verschiedenen Perspektiven und vom sogenannten Storyboard die Rede.

Zwei neunte Klassen erarbeiten in insgesamt acht Gruppen während eines mehrtägigen Projekts mehrere Werbetrailer für die Naumburger Stadtbibliothek. Jeder Film soll dabei eine Länge von „nur“ 20 Sekunden haben. „Die Schüler sehen, welcher Aufwand bereits hinter Filmen mit solch einer kurzen Dauer steckt“, sagt Ronald Schulz.

Eine Rallye mit App

Doch das ist nur eine besondere Erfahrung. Die Jugendlichen lernen zudem mit der Technik umzugehen, bekamen vorab das theoretische Rüstzeug von einem Medienpädagogen sowie die verschiedenen Angebote der Naumburger Bibliothek vermittelt. „Wir haben mit den Schülern zu Beginn eine Actionrallye durch die Einrichtung mit Hilfe einer App gemacht, damit sie unsere Einrichtung kennenlernen“, erzählt Bibliotheksleiterin Sabine Matzner. Die Idee zum Projekt entstand, als die Einrichtung vor ihrem Umzug in das Citykaufhaus Schüler aufgerufen hatte, ihre Vorstellungen und Wünsche für eine moderne Bibliothek auf kreative Weise zu vermitteln. Die Arbeiten wurden öffentlich ausgestellt (wir berichteten). Damals mit dabei: die Freie Schule im Burgenland. Für das Projekt hat die Bibliothek Fördermittel des Landes beantragt. Die Netzwerkstelle „Schulerfolg sichern“, angesiedelt im Bildungsbüro des Burgenlandkreises, unterstützte ebenfalls die Aktion. Vorgaben hinsichtlich Inhalt und Umsetzung hat die Stadtbibliothek den Jugendlichen nicht gemacht. „Wir haben uns da bewusst zurückgehalten, damit die Schüler eigenständig überlegen und kreativ sein können“, sagte Sabine Matzner. „Wir sind gespannt, was nun dabei herauskommt.“ Für den 14-jährigen Erik Zenner war indes eines besonders wichtig: „Zu zeigen, dass die Bibliothek kein veralteter Ort ist, sondern moderne Technik bietet. Es macht Spaß, hier zu sein.“

Arbeiten im Team

Für Ronald Schulz hat das Projekt im Rahmen des Technikunterrichts viele gute Seiten – nicht nur mit Blick auf das vermittelte Wissen: „Teamarbeit spielt eine große Rolle. Außerdem lernen sie den Umgang mit der Technik und Verantwortung für diese zu übernehmen.“ Ein Teil der Geräte stammt aus der Schule, ein anderer aus dem Privatbesitz des Lehrers, der auch die Produktion der Clips für die Sportlerwahl begleitet. Nach den Drehstunden werden die Trailer noch bearbeitet und geschnitten. Eine Jury wird dann den besten Film küren. Der soll im Cineplex-Kino zu sehen sein. Zudem sei es geplant, die weiteren Werke, Szenen hinter den Kulissen sowie die einzelnen Entwürfe der Storyboards in der Stadtbibliothek zu zeigen, so Ronald Schulz.

  

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Festveranstaltung zum 15-jährigen Bestehen der Sekundarschule Jan Hus in Vorbereitung

Erschienen (ohne Bild) am 03.03.2020, Naumburger Tageblatt

Keine Stunde je ausgefallen

VON HARALD BOLTZE

NAUMBURG Es gibt Aussagen, die lassen aufhorchen. Und so auch diese: „Bei uns ist in den vergangenen 15 Jahren nicht eine Schulstunde ausgefallen“, sagt Kathrin Wahlbuhl-Nitsche, Leiterin der Freien Schule im Burgenland „Jan Hus“. In Zeiten von Pädagogenmangel und schlechter Unterrichtsabdeckung in vielen Teilen des Bundeslandes ist das durchaus bemerkenswert. „Klar, dass auch wir von Krankheiten nicht verschont bleiben, aber unser Lehrerteam kann das immer auffangen“, so Wahlbuhl-Nitsche.

Mit Klaus Mischke, dem Geschäftsführer des Schulträgers, der Medizinischen Berufsakademie (MBA), kann sie stolz und zufrieden auf die vergangenen 15 Jahre blicken. So lange wird die Einrichtung in diesem Sommer bestehen, was am 25. Juni, dem Kirschfestdonnerstag, mit einem großen Fest gefeiert werden soll.

Alle 300 Absolventen sind dann zur Rückkehr in die Naumburger Schulstraße eingeladen. „Da wir nicht die aktuellen Adressen aller Ehemaligen haben, hoffen wir, dass sich das durch Eltern, Mitschüler und die sozialen Medien herumspricht“, hofft die Schulleiterin, die bereits vor 15 Jahren in dieser Funktion aktiv war.

Auch wenn sie es in ihrer zurückhaltenden Art wohl nicht so formulieren würde, ist es doch vor allem ihr Verdienst, wie sich die private Sekundarschule entwickelt hat. Der Ruf der Einrichtung in Naumburg ist außergewöhnlich gut. Zwei fünfte Klassen werden jedes Jahr neu begrüßt. Und jedes Mal gibt es eine Vielzahl an Bewerbern. Einer der Vorzüge: Durch die gute personelle Ausstattung ist es mehrfach die Woche möglich, die Klassen in den Kernfächern zu teilen, um in kleineren Gruppen effektiver zu arbeiten. Fast alle ausgebildeten Referendare sind der „Jan Hus“ erhalten geblieben. Mit den schon im Ruhestand befindlichen Gastlehrern bildet sich so eine gewinnbringende Altersmischung unter den Pädagogen, sagt Kathrin Wahlbuhl-Nitsche. Worauf sie außerdem Wert legt: „Ich kenne in jedem Schuljahr jeden einzelnen Schüler mit Namen.“ Dass ihr die Einrichtung so sehr am Herzen liegt, begründet sie damit, dass sie von 1968 bis 1976 selbst an der damaligen POS Jan Hus unterrichtet wurde.

Wenn am 25. Juni das große Absolvententreffen ansteht, soll es von 10 bis 16 Uhr mit Festveranstaltung und Grillvergnügen gemütlich zugehen. Zudem werden die Ehemaligen aber auch gebeten, in den jetzigen Klassen an Gesprächsrunden teilzunehmen und ihre Erfahrungen aus Schul- und Berufsleben zu teilen. Berufsorientierung ist an der „Jan Hus“ ein wichtiger Baustein. Wenn Absolventen da authentisch aus dem Nähkästchen über Ausbildungen oder den Sprung an ein Gymnasium berichten, wofür sich an der Freien Schule rund ein Viertel der Schüler entscheidet, kann das nur zuträglich sein.

Seminar zu Mediensucht für interessierte Eltern

„Stundenlanges Computerspielen, Fake News und Mediensucht“, sind aktuelle und viele Jugendliche und damit auch ihre Eltern betreffende Themen. Die Freie Schule im Burgenland „Jan Hus“ lädt deshalb am 27. April, 18.30 Uhr, zu einem „Elternseminar“ mit der Überschrift „Moderne Medien in den Lebenswelten junger Menschen – Chancen und Gefahren im Umgang mit modernen Medien“ ein. Neben den Eltern der „Hus“-Schüler sind dann auch weitere Interessierte gern gesehen. Seine Teilnahme fürs Plenum zugesagt hat der angesehene Psychologe Dietmar Kemmann von der Suchtklinik Elbingerode. Aber auch Ingolf Andrees, Oberarzt der Klinik für psychiatrische Erkrankungen im Naumburger Krankenhaus, sowie Monika Magnus und Jaqueline Klingler von der hiesigen Suchtberatungsstelle der Diakonie werden aus ihrem Arbeitsalltag berichten und sich im zweiten Teil des Abends den Fragen der Besucher stellen.

Wer an der Veranstaltung teilnehmen möchte, wird gebeten, sich unter der Nummer 03445/6990450 oder unter burgenlandschule@ mba-akademie.de anzumelden.

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Filme für den Sportlerball

Erschienen (ohne Bild) am 22.02.2020, Naumburger Tageblatt

Sportlicher Filmschnitt

Mehrere Monitore und Tastaturen erleuchten den Arbeitsraum von Ronny Schulz (l.), Lehrer der Freien Schule „Jan Hus“ in Naumburg. Seit 15 Jahren dreht und schneidet er die Trailer, die zum Sportlerball in Freyburg auf der Leinwand flimmern. In den Kurzfilmen werden die Kandidaten in den Mannschafts- und Einzelkategorien für Erwachsene und Nachwuchssportler vorgestellt. Rund 24 Stunden Film-Material müssen in jeweils 30-Sekunden-Spots geschnitten werden. An seiner Seite weiß Schulz seit einigen Jahren Florian Bärthel. Der ehemalige Hus-Schüler ist film- wie schnitttechnisch ebenso versiert. Mittlerweile absolviert er eine Ausbildung zum Fachinformatiker in Großheringen.

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Gastschüler aus der Urkaine besuchen die Freie Schule im Burgenland Jan Hus

Schüler und Verantwortliche der Freien Schule mit ihren Gästen: Kathrin Wahlbuhl-Nitsche (v.l.), Angela Theil, Sophie Frölich, Lukas Schumann, Lisa aus Kiev, Hermine Beyer, Ivan, Kiran Kresse, Daria, Bohdan, Tamino Ringel, Luca Mohrmann, Peter und Lara Kolousowa.

Sogar für Tageblatt/MZ gab es ein Geschenk: einen Zeitungsständer mit dem Symbol der „fünften Gewalt“ der Presse in der Ukraine.

Erschienen am 24.01.2020, Naumburger Tageblatt (Bilder: (2) Biel

VON HARALD BOLTZE

NAUMBURG Lara Kolousowa ist eine tatkräftige Frau. Dass sie fünf ukrainische Schüler als einzige Betreuerin zwei Wochen lang in Deutschland begleitet? „Kein Problem“, lacht sie. „Die Kinder sind fast wie Erwachsene.“ In Kolousowas beneidenswerter Welt scheint es mehr Lösungen als Probleme zu geben.

Und das erklärt auch die Art und Weise, wie ihre Verbindung zur Freien Schule im Burgenland „Jan Hus“ in Naumburg zustande kam. So erinnert sich deren Schulleiterin Kathrin Wahlbuhl-Nitsche, dass sie vor 14 Tagen eine E-Mail bekam, mit der Frage, ob ihre Einrichtung fünf Schüler aus Kiev für zwei Wochen aufnehmen könne. An sich kein Problem. Doch der Knackpunkt: „Wir kommen diesen Sonntag mit dem Bus an.“ Für Kathrin Wahlbuhl-Nitsche klang das zunächst „ganz schön verrückt“. Doch sie setzte sich sofort mit ihrer der russischen Kultur sehr aufgeschlossenen Kollegin Angela Theil sowie dem Schulträger zusammen. „Es war die einzige Antwort, die wir bekommen haben. Zum Glück eine Zusage“, sagt Lara Kolousowa mit freudigem Blick.

Lehrerin Angela Theil ging also von einer Ankunft am folgenden Sonntag aus, erhielt dann aber bereits tags zuvor die Nachricht: „Wir sind da!“ Also stiefelte sie los, holte die ukrainischen Gäste nach deren 25-stündiger Busfahrt ab und zeigte ihnen die Stadt. Um eine große Ferienwohnung in der Herrenstraße hatte sich die Kollegin aus Kiev bereits im Vorfeld selbstständig gekümmert.

Zwei Fünf-, ein Sechst- und zwei Zehnklässler, davon drei Jungs und zwei Mädchen, besuchen seitdem die Freie Schule. „Das war auch für uns eine Bereicherung. Wir haben viel von ihnen gelernt“, sagt die Naumburgerin Sophie Frölich. Hilfreich ist es natürlich, dass die fünf Gastschüler seit mehreren Jahren in Kiev Deutsch lernen. „Bohdan hat für uns gestern in Sozialkunde einen richtig starken Vortrag über den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine gehalten – mit bester Aussprache“, lobte Zehntklässler Luca Mohrmann. Fächer wie Latein, Ethik oder „Nawi“, also Naturwissenschaften, erlebten die Gastschüler zum ersten Mal.

Doch natürlich wurde nicht nur gelernt. Ausflüge führten die Gruppe in den Dom, aber auch nach Halle, Dresden und Berlin. Morgen geht es auf die lange Rückfahrt. Am Montag enden die Ferien. Vielleicht aber wird es ein Wiedersehen in Naumburg geben, und auch eine Einladung nach Kiev wurde natürlich ausgesprochen.

Dass Lehrerin Lara Kolousowa mit so viel Optimismus nach Naumburg reiste, hängt mit ihrer Erfahrung mit Deutschland zusammen. Nahe Leipzig lebte sie vor 15 Jahren selbst als Austauschschülerin. Eine ähnliche Reise wie jetzt führte sie – mit anderen Kindern – vor ein paar Jahren nach Köln. Und Naumburg faszinierte sie bereits 2019 bei einem Besuch des Bundessprachenamtes.

Um etwas für die „große Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft der Freien Schule“ zurückzugeben, wurden Bilder und ukrainische Schokolade verteilt. Und sogar der anwesende Pressevertreter bekam – eine absolute Seltenheit – ein persönliches Geschenk.

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Siegerehrung des Friedensplakatwettbewerb des Naumburger Lions Club

(1) Mit diesem Plakat räumt die Domgymnasiastin Vivien Thinius den ersten Platz ab. Sie darf sich über einen Büchergutschein im Wert von 50 Euro freuen. 

(2) Preisträger, deren Lehrer sowie Mitglieder des Naumburger Lions Clubs kommen zur Siegerehrung im Rathaus zusammen.
(3) Der Naumburger Lions-Präsident Gunnar Blache (v.l.) und OB Bernward Küper begrüßen Lions-Chairperson Michael Röder aus Bitterfeld.

Erschienen am 21.01.2020, Naumburger Tageblatt, BIlder (3): Biel

Die Rose am Kanonenrohr

VON HARALD BOLTZE

NAUMBURG Tauben, die Weltkugel, Menschen, die sich an den Händen anfassen: Das sind seit vielen Jahren die bestimmenden Motive beim Friedensplakate-Wettbewerb des Naumburger Domgymnasiums. Und auch in diesem Jahr sind diese Motive wieder auf vielen der insgesamt 110 Arbeiten von Humboldt- und Jan-Hus-Schülern sowie Domgymnasiasten zu sehen.

Ein Bild aber hebt sich deutlich ab. Düster wirkt es, bedrohlich. Ein Kanonenrohr ist zu sehen, an dem eine, deutlich leuchtender gemalte, Rose als Symbol der Hoffnung und des Friedens rankt. So jedenfalls erklärte die zwölfjährige Vivien Thinius ihr Bild, als sie nun in der Naumburger Rathausdiele mit dem ersten Preis des Wettbewerbs ausgezeichnet wurde.

„Für uns war es das prägnanteste und beeindruckendste Bild“, erklärte der amtierende Naumburger Lions-Präsident Gunnar Blache. Er überreichte der Sechstklässlerin des Domgymnasiums als Anerkennung einen Gutschein für die Gutenberg-Buchhandlung im Wert von 50 Euro. Klar, dass sich die Zwölfjährige, die im Großjenaer Fanfarenzug aktiv ist, über ihren ersten Platz freute. Dennoch gab sie sich bescheiden: „Ich habe Mitschülerinnen, die können noch besser malen als ich.“ Als Zweitplatzierte (30-Euro-Buchgutschein) wurden ausgezeichnet: Leni Fischer (Freie Schule „Jan Hus“) und Isabel Kasseckert (Humboldtschule). Dritte Plätze errangen Lilly Schöppe (Freie Schule), Luise Laue und Jule Töpfer (beide Humboldtschule).

Sowohl Gunnar Blache als auch Oberbürgermeister Bernward Küper betonten, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. „An Frieden muss man immer wieder arbeiten“, so Küper. Während weltweit rund 350.000 Kinder aus 65 Ländern am Plakatwettbewerb teilnahmen, lag die Beteiligung in Naumburg diesmal leicht über der des Vorjahres. Und das obwohl – wie zu erfahren war – einige Schulen komplett abgesagt hatten, etwa, weil dort seit längerer Zeit kein Kunstlehrer zur Verfügung steht. Wenn man Bildung als Triebfeder des Friedens sieht, mag man das leider kaum als Hoffnungsschimmer bewerten können.

Vivien Thinius

Domgymnasiastin

Weltweiter Aufruf an alle Schüler

Seit dem Jahr 1988 führt der Lions Club International den Friedensmalwettbewerb durch. Weltweit werden Schüler im Alter von elf bis 13 Jahren aufgefordert, ihre Vorstellungen von Frieden bildlich darzustellen. Das Motto des diesjährigen Wettbewerbs lautet „Weg zum Frieden“. Die Arbeiten werden ab dieser Woche, wie in den vergangenen Jahren, auf einem Fernseher im Schaufenster des Naumburger Bürgerbüros zu sehen sein. HBO

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Lehrer der Sekundarschule nehmen an 2. Stadtmeisterschaft im Eisstockschießen teil

(1) Zeigte am Eisstock für die SG Friesen auch ohne ihr „Uta“-Kostüm enorme Zielsicherheit: Jacqueline Girbig.

(2) Freuten sich über ihren Einzug ins Finale: die vier bestplatzierten Mannschaften des Vorrundenturniers am Montagabend auf der Eisbahn.
(3) Mit schicken Mützen, im entscheidenden Moment aber ohne das nötige Quäntchen Glück: die Lehrer der Freien Schule im Burgenland „Jan Hus“.
(4) Hatten trotz ihres Ausscheidens als Dritter in Gruppe B am Montagabend viel Spaß: die jungen Bauplaner von „Boy & Partner“.

Erschienen am 18.12.2019, Naumburger Tageblatt, Bilder: Biel

So cool wie „Kaiser Franz“

VON HARALD BOLTZE

NAUMBURG „Wer hat, dem wird gegeben“, sagt man. Oder deutlicher: „Der Teufel sch… immer auf den größten Haufen.“ Die praktische Auswirkung dieses Sprichworts zeigte einst „Kaiser“ Franz Beckenbauer. Nach der gewonnenen Meisterschaft 1994 packte er aus Gaudi im ZDF-Sportstudio den Ball auf ein Weißbierglas (!) und schoss ihn von dort auf die Torwand. Selbstredend, dass er auch noch traf.

Und Ähnliches erlebten am Montagabend auch die Zuschauer auf der Naumburger Eisbahn. Viele andere Teams hatten sich abgemüht, die Eisstöcke beim dritten Vorrundenturnier der Stadtmeisterschaft überhaupt günstig im Zielfeld zu platzieren, während die Mannschaft „Rote Anja“ spielend leicht Punkt um Punkt erzielte. Und als sie längst als Sieger in Gruppe A feststand, nahm Ants Benecke, seines Zeichens Oberliga-Handballer beim HC Burgenland, den Eisstock, drehte sich um, warf rücklings durch die Beine – und traf, natürlich. Der Rest war ein feierndes „Finale, oho“ der „Roten Anja“.

Mit viel Spaß und dem notwendigen Ehrgeiz waren wieder acht Mannschaften auf dem Markt an den Start gegangen. Bevor es losging, wurde bei der Vorstellung der Teams traditionell die Jubel-Leistungsfähigkeit abgefragt. Die „WKK Steuerberatung“ und die „SG Domfratzen“ röhrten am lautesten und gewannen gleich mal einen Extra-Glühwein. Ein Riesenvorteil, wie erfahrene Eisstock-Beobachter bemerkten. Denn es gilt: „Wer friert, verliert.“ Und Glühwein wärmt ja – zumindest kurz – von innen. Jedenfalls erreichten die „Domfratzen“ in Gruppe B ebenso das Finale wie die „WKK“.

Die knappste Entscheidung sahen die Zuschauer jedoch in Gruppe A, wo es hinter der „Roten Anja“ noch einen glücklichen Zweitplatzierten brauchte. Die Lehrer der Freien Schule führten als „Icefighters“ im direkten Vergleich bis zum letzten Stock, als die Volleyballer der SG Friesen unbedingt das „Wunder“ brauchten. Man nahm an, dass Jaqueline Girbig, die Naumburger „Uta“ und bis dato beste Einzelspielerin des Turniers, antreten würde. Doch sie ließ ihrem Kameraden Martin Weser den Vortritt – und der rechtfertigte das Vertrauen. Er schoss den besten „Icefighter“-Stein weg und setzte den eigenen an dessen Stelle. Der Rest war auch hier: Jubel.

Finale am 3. Januar

Die Frage, wer 2. Stadtmeister im Eisstockschießen wird, entscheidet sich am Freitag, 3. Januar, ab 19.30 Uhr (Treff: 19 Uhr). Dann treten in vier noch nicht ausgelosten Dreiergruppen an: die „Vital Lounge“, die „Lehrer von der Schul“, die „Naumburger Maischter“, die „Rot-Blauen Helden“, die „Siedlungskinder“, die „Eiskratzer“, die „Eispuddings“, die „WKK-Steuerberatung“, die „SG Domfratzen“, die „Rote Anja“ und die „SG Friesen“.

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Letzter Auftritt der Schulband

Erschienen am 17.12.2019, Naumburger Tageblatt, Fotos (4): Torsten Biel

Schulband sagt adé

„Die Hustenbonbons“, die Schulband (o., r.) der Naumburger Freien Schule im Burgenland „Jan Hus“ hatte am Freitag während des Weihnachtskonzertes ihren letzten Auftritt. Über Jahre hatten sie zusammen gespielt, doch jetzt, so begründeten sie das Ende, seien für die Zehntklässler die Prüfung wichtiger. Einige der vielen Akteure des Weihnachtskonzertes der Schule waren die Linedance-AG (o., l.), Konrad Tschisgale am Keyboard sowie die Lehrer (u.).

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Freie Schule im Burgenland gestalten Programm zur Gedenkfeier

Erschienen (ohne Bild) am 02.11.2019, Naumburger Tageblatt

Gedenken an Pogromnacht

NAUMBURG/AG Am 9. November 1938, der sogenannten Reichspogromnacht, kam es zu Übergriffen auf die jüdische Bevölkerung in ganz Deutschland. Bundesweit wird an diesem Tag der Pogrome von 1938 gedacht, so auch in Naumburg. Gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde Naumburg und Schülern der Freien Schule im Burgenland „Jan Hus“ gestaltet die Stadt Naumburg eine Gedenkveranstaltung am Freitag, 8. November, ab 11 Uhr auf dem Marktplatz. In diesem Jahr wurde die Veranstaltung vom Jahrestag vorverlegt, damit die Naumburger Schulen teilnehmen können. Wie in den letzten Jahren sind die Schüler der zehnten Klassen der Freien Schule maßgeblich für den Inhalt des Programms verantwortlich. Sie haben das Konzentrationslager Auschwitz besucht und ihre Eindrücke in Gedichten und Musikstücken verarbeitet. Dazu werden die Namen der ehemaligen jüdischen Bürger Naumburgs verlesen. Zudem werden die Pfarrer Hans-Martin Ilse und Andreas Rietschel Worte des Gedenkens sprechen.

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Tag der offenen Tür in der Freien Schule Jan Hus

Erschienen am 30.09.2019, Naumburger Tageblatt, Bilder: Biel

Schule lädt ein

Einen Ansturm an Besuchern erlebte am Sonnabend die Freie Schule „Jan Hus“ in Naumburg. Zum Tag der offenen Tür waren sowohl Eltern von bereits dort lernenden Schülern als auch eine Vielzahl von Interessenten gekommen. In den Fachkabinetten zeigten Schüler Experimente. An der 2005 gegründeten und heute zweizügigen Sekundarschule der Medizinischen Berufs-Akademie lernen 270 Schüler.

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Sekundarschüler bei der Stadtrayllye des Schulspiels des Naumburger Tageblatt unterwegs

(1) Auch am Tastmodell am Naumburger Markt stellen die Sechstklässler, hier von der Freien Schule „Jan Hus“, ihr Wissen im Schulspiel unter Beweis.

(2) Wegen der Baustelle am Topfmarkt präsentiert sich die Sparkasse in der Salzstraße.
(3) Pauline Kohlmann (Laucha) misst die Spurweite der „Ille“. Ergebnis: ein Meter. 
(4) So sah er also aus, der Nietzsche. Die 6d des Domgymnasiums betrachtet ihn.
(5) Clara Wechsung (l.) und Mara Wlodkowski (beide Gymnasium Laucha) beim Tageblatt. 
(6) Wer ist Intendant? Wo steht die Freilichtbühne für die Sommeraufführungen? Diese Fragen gilt es im Theater zu beantworten. 

Erschienen am 28.09.2019, Naumburger Tageblatt, Bilder (6): Biel

Mit Heimatwissen gepunktet

Für zwei wichtige Anliegen waren am Freitag Jugendliche in Naumburgs Innenstadt unterwegs. Während am Nachmittag der Umweltschutz rund um die „Fridays for Future“-Initiative im Mittelpunkt stand (siehe auch Seite 9), kümmerten sich am Vormittag rund 400 Sechstklässler der Saale-Unstrut-Region um ihre Bildung, genauer: ihr Heimatwissen. Das Schulspiel von Tageblatt/MZ stand wieder an. Zehn Stationen waren an bedeutenden Plätzen in der Innenstadt aufgebaut. Viele Artikel waren zuvor in Tageblatt/MZ erschienen, die (fast) alle Antworten zu den 69 Fragen der Stadtrallye boten.

Auch die 6a der Freien Schule im Burgenland „Jan Hus“ hatte die Texte gelesen, ausgeschnitten und in Heftern gesammelt. Als Sechstklässler Cassian vor dem Stand der Sparkasse Burgenlandkreis in die Runde fragte, warum das Geldhaus einst gegründet worden war, brauchte sein Kumpel Niklas aber gar nicht in den Hefter gucken. „Damit damals auch die ärmeren Menschen sparen konnten“, antwortete er wie aus der Pistole geschossen. Das hatte er sich gemerkt – und Lilly, wahrscheinlich das Mädchen mit der schönsten Schrift der Klasse, notierte die Antwort in den Fragebogen.

Nächste Frage: Was das Sparkassen-Logo, das rote S mit dem Punkt, darstellt. „Soll ich schnell googeln?“, fragte Niklas. Doch sein Lehrer Robert Wolkwitz hatte eine bessere Idee: „Geh lieber rüber zum Stand und frage nach.“ Gesagt, getan. Und Niklas fand heraus, dass das Logo eine stilisierte Spardose mit Münze abbildet.

In etwa zur gleichen Zeit war die 6b des Lauchaer Burgenland-Gymnasiums, dankenswerterweise kostenlos von der PVG Burgenlandkreis transportiert, auf dem Markt angekommen. Auch für sie galt es, Naumburg zu erkunden. Dabei war eine Stadtrallye nichts Neues für sie. Als damalige Fünftklässler hatten sie auf ähnliche Art bereits die Glockenstadt Laucha erkundet. Nun aber sollten sie den Namen des Gebäudes, in dem sich am Markt die Tourist-Information befindet, in den Fragebogen eintragen. „Fragt bei den freundlichen Mitarbeitern nach“, hatten sie in den Unterlagen als Tipp bekommen.

Doch blöd, sie waren zu früh dran. Öffnungszeit: ab 10 Uhr. „Vielleicht steht es irgendwo am Haus“, meinte einer der Sechstklässler. Und tatsächlich: „Schlösschen, Markt 6“, war auf einem Schild am Gebäude zu lesen. Wieder war ein Punkt geschafft.

Wenige Meter weiter kamen gerade Naumburger Schweitzer-Schüler die Treppen des Wenzelsturms herunter. Hier waren die Kids körperlich wie geistig gefordert. Denn beim Auf- oder Abstieg mussten die Treppenstufen gezählt werden. 242 sind es bis zur Aussichtsplattform.

Kurz darauf wurde es leider etwas nass. Trotz des Nieselregens liefen die vielen Klassen aber beherzt zum Theater, zum Dom, zum Nietzsche-Zentrum, zum Jugendzentrum „Otto“ oder auch zur Bibliothek. Etliche nutzten die Chance zu einer kostenlosen Straßenbahnfahrt, wobei im Depot der „Ille“ ebenfalls Fragen zu meistern waren. Welche 6. Klasse am Ende die meisten richtigen Antworten hatte, wird nun ausgewertet und nach den Herbstferien verkündet. Dann winken Geldprämien für die Klassenkasse sowie für den Sieger eine Klassen-Busfahrt mit der Personenverkehrsgesellschaft in die nähere Umgebung.

Harald Boltze