Wie wichtig ist Erinnern?

Die „Jan-Hus“-Schüler Cheyenne Schied, Jasmin Kranz und Lennart Zeitschel reinigen den „Stolperstein“ in der Naumburger Parkstraße in Gedenken an Dr. Arthur Samter, der vor seiner Deportation dort wohnte.

Erschienen am 13.11.2020, Naumburger Tageblatt; FOTOS (2): TORSTEN BIEL

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Nun auch Broschüre

Ein paar Stunden zuvor waren nur wenig entfernt Cheyenne Schied, Jasmin Kranz und Lennart Zeitschel von der Freien Schule im Burgenland „Jan Hus“ mit Lehrer Ronny Schulz ebenfalls in „ehrender Mission“ unterwegs. Sie putzten die Stolpersteine, die in Naumburger Straßen an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der NS-Zeit verfolgt, ermordet, deportiert oder vertrieben worden waren. Zudem legten die Schüler Rosen nieder und stellten Lichter auf.

Unterstützt wird das Projekt seit Jahren vom Naumburger Bürgerverein, der auch die Idee dazu hatte. Stets findet die Aktion zwischen Pogromgedenken und Volkstrauertag statt. Wie Schulleiterin Kathrin Wahlbuhl-Nitsche anmerkte, ist es nun angedacht, in einem fächerübergreifenden Projekt in Geschichte, Kunst und Technik bis kommendes Jahr eine Broschüre anzufertigen, die sich mit dem Leben der verfolgten und ermordeten Naumburger Juden beschäftigt.